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Toskanaworld für Thüringen

Es ist nicht überall bekannt, dass die Toskana Therme Bad Sulza mit ihren beiden Schwesterunternehmen Toskana Therme Bad Orb und Toskana Therme Bad Schandau aus einer traditionellen Rehabilitationsklinik hervorgegangen ist.

Auf der mehr als hundertjährige Kurtradition in Bad Sulza aufbauend, wurden nach dem zweiten Weltkrieg zunächst das Volkssolbad und später das Bergarbeitersanatorium der IG Wismut gegründet. 1968 war das Bergarbeitersanatorium die modernste Rehabilitationsklinik der DDR. Nach der Wende wurden Volkssolbad und Bergarbeitersanatorium unter der von Klaus Dieter Böhm und Marion Schneider geleiteten TOMESA Betriebsgesellschaft zusammengeführt. Am 01. Januar 1993 eröffnete das Klinikzentrum Bad Sulza, welches seither als multidisziplinäre Rehabilitationsklinik chronische Atemwegs-, Gelenk- und Hauterkrankungen therapiert. Heute hat die erfahrene Rehabilitationsmedizinerin Frau Dr. Annegret Müller die ärztliche Leitung inne. Die Verwaltungsleitung ist in der Verantwortung von Christian Lohmann.

Am 09. November 1993 wurde im Klinikzentrum Bad Sulza erstmalig in der Welt „Liquid Sound“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Liquid Sound – Baden in Licht und Musik – ist eine Erfindung des Frankfurter Medienkünstlers Micky Remann, der schon kurze Zeit später sein Domizil in Bad Sulza aufschlug, um die Entwicklung seines Konzepts vor Ort weiter begleiten zu können. Die Unternehmer Marion Schneider und Klaus Dieter Böhm hatten in Liquid Sound investiert, um Abwechslung und Entspannung für die Rehabilitationspatienten in den Abendstunden anbieten zu können.

Das Konzept ging auf, nicht zuletzt, weil Entspannung bekanntermaßen ein entscheidender Faktor bei der Therapie chronischer Krankheiten ist. Patienten, die ihre Entspannung selbst herbeiführen können, haben in der Regel eine weniger schwere Ausprägung ihrer chronischen Krankheit und einen rascheren Heilerfolg.

Als die Gesundheitsreform 1996 die Anzahl der Rehabilitationspatienten innerhalb weniger Wochen auf die Hälfte reduzierte – von diesem Schock hat sich die Branche Rehabilitation / Prävention viele Jahre nicht erholen können – war glücklicherweise das innovative Konzept der Toskana Therme schon auf den Weg gebracht. Die erste Private Public Partnerschaft Thüringens (PPP-Modell) ermöglichte es, das Erfolgsmodell Liquid Sound als Herzstück der Therme auf einer breiteren Basis der Bevölkerung zugänglich zu machen. Das Erfolgsmodell Liquid Sound wurde eingebunden in die Entwicklung eines touristischen Gesamtkonzep-tes für die „Toskana des Ostens“. Als die Toskana Therme im Jahr 2000 – stark unterstützt durch das langfristige Engagement von Frau Christine Lieberknecht als damaliger Europaministerin der Thüringer Landesregierung  – zu einem Weltweiten Projekt der EXPO 2000 wurde, war sie das am meisten erwähnte Ther-malbad Deutschlands und brach alle Besucherrekorde.

Was „Liquid Sound in der Toskana des Ostens“ – so die offizielle Bezeichnung des EXPO-Projekts - so besonders macht, ist die Tatsache, daß es zum Alleinstellungsmerkmal der Toskanaworld geworden ist und von seinem Erfinder Micky Remann inhaltlich betreut wird. Er ist inzwischen der künstlerische Direktor aller drei Thermen und hat durch seine nun schon mehr als 15-jährige Tätigkeit ein kulturelles Netzwerk entwi-ckelt, welches rund um das Thema Wasser und Musik einzigartig ist. Darüber hinaus engagiert sich Herr Remann in vielen Bereichen in Thüringen, er ist Dozent an der Bauhaus-Universität Weimar und Kurator des „Apoldaer Weltglockengeläuts“, das am 14.07.2012 wieder erklingen wird.

Aus dem Betrieb der traditionellen Rehabilitation in Bad Sulza ist in den vergangenen 15 Jahren außerdem ein interessantes Seminar- und komplementärmedizinisches Angebot entstanden. Tanztherapeuten, Psychologen, spirituelle Heiler, Lebensberater und andere Anbieter von Heilmethoden und Gesundheitspro-grammen führen im Conference Center der Toskana Therme, in den Seminarräumen des Hotel an der Therme und auch in der Maloca Auerstedt oder in den gediegenen Räumlichkeiten des Resort Schloß Auerstedt Veranstaltungen durch und ergänzen somit nicht nur das Programm für Hotelgäste, sondern auch die Angebote der Region.

Schließlich entstand mit der Toskana Therme und dem Hotel an der Therme der rasant wachsende „Wellnesspark“ mit seinen Kosmetik- und Wellnessangeboten. Durch die hohe Besucherfrequenz hat sich unter Leitung von Franziska Klotz ein Team von 17 festangestellten Physiotherapeuten, Masseuren und Kosmeti-kerinnen zusammengefunden, welches sich durch hohe Professionalität auszeichnet. Inzwischen gibt es auch in den Toskana Thermen Bad Schandau und Bad Orb einen „Wellnesspark“.

Die Toskana Thermen sind die einzigen Thermen der Welt, die sich zugleich als Kulturinstitutionen etabliert haben. So werden unter der Leitung des künstlerischen Direktors an jedem ersten Samstag im Monat DJ-Abende („Liquid Sound Club“) veranstaltet. Legendär sind die Live-Konzerte bei Vollmond, zu denen die Therme bis um 2.00 Uhr nachts geöffnet hat und ein generationsübergreifendes Stammpublikum anzieht – ohne Zusatzeintritt. Meist werden zu Vollmond von der Suhler Therapeutin Corina Großer-Wohlfeil auch Familienaufstellungen angeboten. Jeden Freitag bietet „Klassik unter Wasser“ einen ganz neuen Zugang zur klassischen Musik – in der Thermalsole des Liquid Sound Tempels liegend mit den Ohren unter Wasser. Der Informationsvortrag vor Beginn des Konzertes bietet gerade neuen Gästen einen optimalen Einstieg in das Phänomen des flüssigen Klangs (= Liquid Sound). Im Liszt-Jahr 2011 steht „Klassik unter Wasser“ natürlich sehr häufig im Zeichen dieses großen Komponisten.

Auch sportliche Angebote sind in der Toskana Therme zu finden. Zum einen kann man schon seine Kinder an Sport gewöhnen – Babyschwimmen – zum zweiten wird es zweimal täglich Wassergymnastik angeleitet, was sehr gerne von den anwesenden Badegästen wahrgenommen wird.

Einen großen Schritt nach vorn erlebte die Toskana Therme im April 2009 mit der Erweiterung durch die „Sauna der Zukunft“. Sie bietet 3000 m² durch ihre organische Architektursprache und die großzügigen Raummaße ein unvergleichliches Entspannungserlebnis. Das Dach ist in Form eines Schneckenhauses kon-struiert. Fünf verschiedene Saunen, ein Broncharium, ein Dampfbad, eine Sole-Grotte und eine Kneippstre-cke bieten Abwechslung. Hinzu kommt die Neuerfindung „Lektarium“, in der man nicht nur in kuscheliger Wärme die ausgelegten Bücher lesen kann, sondern das auch Autorenlesungen bietet, sogenannte „literarische Aufgüsse“, jeweils am letzten Sonntag des Monats. Die großen Ruhe- und Liegeräume sowie eine Saunabar mit einer kaminähnlichen Gesprächszone bieten zusätzlich Abwechslung.

Der Schritt von der „Toskana Therme“ hin zur umfassenden „Toskanaworld“ findet in Bad Sulza auch gast-ronomisch seinen Niederschlag, so im „Il Ristorante“ der Toskana Therme, im Café-Bistro „Maxim“ und dem Restaurant „Felicia“ im Haus 3 sowie mit dem Restaurant „Felix“ im Haus 1 des aus drei miteinander ver-bundenen Gebäuden bestehenden Hotel an der Therme. Alle Restaurants stehen sowohl den Hotel- und Thermengästen als auch Tagesgästen zur Verfügung. Für die Region einmalig ist das Restaurant „Felix“ mit seiner von morgens 6.00 Uhr bis nachts 1.00 Uhr durchgängig geöffneten Lobbybar. Ein großer Ayurveda-Bereich im Hotel an der Therme und die privatärztlichen und therapeutischen Angebote des Klinikzentrum Bad Sulza runden das Toskanaworld-Programm ab, das sich in all seinen Gliederungen zu dem Motto „Glück und Gesundheit“ bekennt.

Im Jahr 2010 hat die Toskana Therme als weltweit erste Therme das Nachhaltigkeitssiegel „Green Globe“ erhalten. Green Globe ist ein von der Welttourismusorganisation (WTO) gegründetes Zertifizierungsunternehmen, welches durch über 300 Kriterien Unternehmen dazu verhilft, die eigene Umweltfreundlichkeit zu prüfen und zu verbessern. Mit dem Green Globe Zertifikat hat sich die Toskana Therme dem wirtschaftlichen, sozialen und politischen Anspruch der Nachhaltigkeit gestellt und befindet sich damit in guter Gesellschaft. Die Messe Leipzig hat das Gütesiegel ebenfalls bereits erhalten, und die Weimarhalle befindet sich derzeit im Zertifizierungsprozeß.

Unter dem Motto „Glück und Gesundheit“ ist es der Toskanaworld gelungen, die schulmedizinische Rehabilitation mit Komplementärmedizin, Wellness und Kosmetik zu verbinden. Diese Orientierung war für das Klinikzentrum Bad Sulza nach der Gesundheitsreform 1996 eine Überlebensfrage. Liquid Sound als „Hard- und Software“ hat hierbei sehr geholfen. Entscheidend war jedoch auch das Ziel der Toskanaworld, für die Kunden beste Qualität zu bestem Preis zu gewährleisten und höchste Kundenzufriedenheit anzustreben.

Die Qualifizierung der Mitarbeiter und die Vernetzung mit der Region ist ein weiteres wichtiges Erfolgskriterium. Die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen fällt um so leichter, je mehr sich das Unternehmen über den eigenen Tellerrand hinaus auch für die Belange der Region engagiert. Das Motto der Toskanaworld „Glück und Gesundheit“ ist unter diesem Aspekt eine offene Einladung.