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[19.01.2010]
Eine Kur für den Ort

Toskana-Therme in Bad Orb

Im neuen Badetempel ist die kalte Jahreszeit schon vorbei. Die meisten der rund 60 Bauarbeiter tragen T-Shirt zum Blaumann. Einige Fliesenleger wischen sich gelegentlich den Schweiß von der Stirn. Als draußen das Thermometer auf zweistellige Minusgrade fiel, da lief in der Toskana-Therme längst die Heizung. Hinter verschlossener Fassade hat der Innenausbau begonnen. Die fünf größeren Becken haben ihre Probefüllung bereits bestanden. Architekt Andreas Ollertz gibt sich entspannt: "Wir sind sehr gut im Zeitplan."

In gut 100 Tagen wird in der Kurstadt die dreieinhalbjährige Phase ohne Thermalbad Vergangenheit sein. Die neue Attraktion, das 22 Millionen Euro teuere Badeparadies, soll am 2. Mai eröffnen. Einschränkung von Kurdirektor Jörg Steinhardt: "Der Winterfrost sollte bald beendet sein." Im Außenbecken etwa war der Dichtetest noch nicht möglich.

Café im Park

In Bad Orb setzen viele auf ein nachhaltiges Frühlingserwachen. Steinhardt erinnert daran, dass auch die Renovierung der Konzerthalle bald abgeschlossen sei. Im Kurpark gibt es ein weiteres Investitionsobjekt. Zwei örtliche Gastronome wollen mit einer größeren sechsstelligen Summe in der Lesehalle ein modernes Café einrichten. Die Bücherei soll dann in die Stadtverwaltung ziehen. Ein verzehrfreies Lesezimmer bleibe erhalten, versichert Steinhardt.

Rund 400000 zählte der einst so stolze Übernachtungsmillionär Bad Orb 2009 gerade noch. Die Zahl der Fremdenbetten ist mit 2500 auf ein Drittel geschmolzen. "Im Tagesgeschäft wird es schnell bergauf gehen", glaubt der Kurchef. Bei den Übernachtungen hofft er auf eine Steigerung um 20 Prozent bis 2011. Selbst die Verkehrsbetriebe haben bereits reagiert: Viermal täglich fahre der Linienbus aus Wächtersbach dann über den Orber Bahnhof direkt zur Therme, so Steinhardt.

Toskanaworld-Geschäftsführer Klaus-Dieter Böhm versprüht Optimismus: Mehr als 25000 Zehner-Karten seien bereits verkauft. Der Badbetreiber, der die Therme gepachtet hat, verweist auf seine positiven Erfahrungen mit ähnlichen Konzepten in Bad Schandau und Bad Sulza.

Hotelausbau soll folgen

Die Toskana-Gesellschaften betreiben auch das Kurhaus-Hotel. Hier werden nach Böhms Angaben 4,5 Millionen Euro in Brandschutz, Empfangs- und Tagungsräume investiert. Läuft das Geschäft, werde bald auch das ungenutzte Dachgeschoss in der 168-Betten-Herberge ausgebaut.

Das kühn geschwungene Holzdach ragt markant in den Himmel. Die aus 950 einzelnen Kieferelementen zusammengesteckte Konstruktion war "die größte Herausforderung", schwärmen die Bauverantwortlichen. Herzstück der Freizeitoase mit 800 Quadratmetern Wasserfläche inklusive einem Süßwasser-Schwimmerbereich ist der Liquid-Sound-Tempel. Dort lauschen Besucher unter einer zehn Meter hohen Kuppel Musik- und Lichtspielen. Bei Vollmond gibt es Live-Konzerte. "Der Ort verspricht Erholung in einer sehr kurzen Spanne", sagt Projektmanagerin Musia Heike Bus. Auch in Solebecken und Whirlpools dominiere bei Unterwassermusik und Temperaturen von 32 Grad die Entspannung.

Die Toskana-Therme wird täglich von 10 bis 22 Uhr, am Wochenende bis Mitternacht geöffnet sein. Zwei Stunden Eintritt inklusive Benutzung des 1000 Quadratmeter Saunabereichs kosten regulär 14, ermäßigt zwölf Euro: weitere Stunden je drei Euro Aufschlag.

[Quelle: FR online, 19.01.2010; Von Jörg Andersson; Bild: Rheker/FR]

  




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