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[17.06.2010] Bauhaus in Grün – neue Ausstellung im Goethe Gartenhaus Bad Sulza 

Auch als virtuelles Panorama zu besichtigen

Das Bad Sulzaer Double von Goethes Gartenhaus kam zur langen Nacht der Museen mit einer kleinen Vernissage groß raus: Die Ausstellung „Bauhaus in Grün“ greift dabei eine Aktion auf, die im Programm des 90jährigen Bauhaus-Jubiläums Furore gemacht hat. Die Lokalpresse berichtete damals:

„Der Verbannung der Farbe Grün durch Walter Gropius zum Trotz riefen Architekt Marcel Kalberer und Medienkünstler Micky Remann das Projekt "Bauhaus in Grün" ins Leben. Zusammen mit Studierenden der Bauhaus-Universität organisierten sie ein zukunftsorientiertes Fest, dass auf dem Auerworld-Festival zelebriert wurde.“

Die „Bauhaus in Grün“ Aktion erinnert an die Tradition der farbenfrohen Bauhaus-Feste, bei denen Musik, Sprache, Choreografie und Design zum avantgardistischen Gesamtkunstwerk inszeniert wurden. Goethe hätte daran seine Freude gehabt…
Welche Verknüpfungen sich ergeben, wenn das klassische Bauhaus mit modernen Grün-Konstruktionen und Ideen neu interpretiert wird, wurde bei dem Projekt dargestellt. Die architektonischen, theatralischen und philosophischen Elemente lassen sich jetzt im Dachgeschoss von Goethes Gartenhaus in aller Ruhe nachvollziehen, u.a. mit Film- und Fernsehdokumentationen. Dazu gehören die programmatischen Bauhaus-in-Grün Sprüche auf der fast 10m hohen Bambus-Pyramide, die beim Auerworld-Festival errichtet wurde. Zu sehen sind auch Illustrationen des Belgiers Luc Schuiten, der zu einem futuristisch-utopischen Blick auf Dörfer im Weimarer Land einlädt.

Der schnellste Weg in die neue „Bauhaus in Grün“ Ausstellung ist virtuell und führt über die begehbaren 360-Grad Panoramen von Torsten Hemke.
Im ersten Panorama sieht man Goethe als Moos-Skulptur in klassischer Haltung vor seinem Bad Sulzaer Gartenhaus sitzen - geschaffen vom Apoldaer Moos-Künstler Rainer Franz Fischer. Folgt man dem Pfeil in der Tür, schwebt die Kamera ins zweite Panorama und damit in die Bauhaus-in-Grün Ausstellung.

Dass sich zwischen den Prinzipien des Bauhaus und der Farbe Grün eine Vermittlung herstellen ließ, liegt an der konstruktiven Provokation eines Marcel Kalberer und an der Notwendigkeit einer ökologischen Moderne.
An historischen Bezügen zwischen „Goethe“ und „Grün“ mangelt es nicht. In seiner Farbenlehre schreibt er:

„Unser Auge findet im Grün eine reale Befriedigung. Wenn beide Mutterfarben, Gelb und Blau, sich in der Mischung genau das Gleichgewicht halten, dergestalt dass keine vor der andern bemerklich ist, so ruht das Auge und das Gemüt auf diesem Gemischten wie auf einem Einfachen. Man will nicht weiter, und man kann nicht weiter.“

Der Moos-Goethe im Bad Sulzaer Garten, erkennbar am berühmten Gemälde von Johann H.W. Tischbein orientiert, wird nicht nur gerne von Besuchern, sondern von einer farbenfrohen Schafherde umringt ¬- geschaffen von der Farbkünstlerin Juma Boos, die sich dazu von Goethes Farbelehre hat inspirieren lassen. Bei diesem Anblick zitieren Goethe-Kenner gerne aus einem Gedicht des Meisters:

Ziehn die Schafe von der Wiese,
Liegt sie da, ein reines Grün;
Aber bald zum Paradiese
Wird sie bunt geblümt erblühn.

Wie zutreffend diese Idylle beschrieben ist, davon können sich die Besucher von Goethes Gartenhaus Bad Sulza überzeugen.

 

  




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